Was als Renovierungsprojekt begann, wurde für die Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe und der BVE zu einer besonderen Lernerfahrung: Über eineinhalb Jahre hinweg gestalteten sie das Trainingswohnhaus Schritt für Schritt neu und verwandelten es in einen Ort, auf den sie heute mit Stolz blicken können.
Von Anfang an waren die Jugendlichen aktiv in die Planung eingebunden. Gemeinsam wurden Ideen gesammelt, Farben ausgewählt und Materiallisten erstellt. Schnell wurde deutlich, dass eine Renovierung weit mehr bedeutet als nur Streichen und Möbel aufbauen. Es musste geplant, organisiert, diskutiert und entschieden werden.
Anschließend ging es an die praktische Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe renovierten den Flur, das Wohn- und das Esszimmer. Wände wurden abgeklebt und gestrichen, Räume neu gestaltet und eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler der BVE unterstützten das Projekt beim Ausräumen der Kellerräume, beim Aufarbeiten alter Holzmöbel sowie beim Aufbau neuer Möbel.



Dabei waren Ausdauer, Teamarbeit und handwerkliches Geschick gefragt. Nicht immer lief alles auf Anhieb nach Plan, doch gerade das gemeinsame Lösen von Problemen machte einen wichtigen Teil des Lernprozesses aus.
Besonders wertvoll war für die Schülerinnen und Schüler die Erfahrung, Verantwortung für ein reales Projekt zu übernehmen. Sie konnten unmittelbar erleben, wie ihre Ideen Wirklichkeit werden und wie aus vielen einzelnen Arbeitsschritten ein sichtbares Gesamtergebnis entsteht. Das Trainingswohnhaus wurde nicht einfach renoviert – es wurde von den Jugendlichen aktiv mitgestaltet.
Neben handwerklichen Fähigkeiten wurden zahlreiche Kompetenzen gefördert: planen, organisieren, Entscheidungen treffen, miteinander kommunizieren, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei oft ganz nebenbei, wie viel Einsatz und Durchhaltevermögen notwendig sind, um ein größeres Projekt erfolgreich abzuschließen.
Als die Arbeiten in den renovierten Räumen abgeschlossen waren, war der Wunsch nach einem gemeinsamen Abschluss schnell formuliert. Die Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe hatten sich ihre Belohnung bereits selbst überlegt: Trainingswohntage mit Übernachtung und gemeinsamen Ausflügen. Diese Tage bildeten den gelungenen Abschluss eines wichtigen Projektabschnitts.
Heute präsentieren sich Flur, Wohn- und Esszimmer in neuem Glanz. Die Schlafräume im Obergeschoss werden bereits genutzt, befinden sich jedoch noch im ursprünglichen Zustand und bieten damit Raum für weitere Ideen und Projekte in der Zukunft. Noch wichtiger als das sichtbare Ergebnis sind die Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg gesammelt haben. Sie können mit Recht sagen: Das haben wir gemeinsam geschafft.



